Verbands-Mitgliederversammlung

08.03.2013 - Mitgliederversammlung des Verbandes der Duisburger Kleingartenvereine

Die Mitgliederversammlung des Verbandes der Duisburger Kleingartenvereine fand am 08. März 2013 im Vereinshaus des Kgv. Sonnenschein statt. Dem Verband sind zurzeit 106 Vereine mit 6.324 Gärten angeschlossen.

Turgay Diker stellte fest, dass die Einladung zur Mitgliederversammlung termingerecht zugestellt wurde und die Versammlung damit beschlussfähig sei.

Änderungsvorschläge waren nicht eingegangen. Die Tagesordnung wurde ergänzt und von den Delegierten einstimmig angenommen.

Die Delegierten der Kleingartenvereine verfolgen interessiert den Ablauf der Mitgliederversammlung.

Begrüßung

Der Verbandsvorsitzende, Turgay Diker, eröffnete Mitgliederversammlung. Er begrüßte die  anwesenden Delegierten der Vereine. die Verbandsvorstandsmitglieder und die Gäste.

Als Gäste wurden Frau Gudrun Henne 1. Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, Herr Andreas von der Heydt, Amt für Umwelt und Grün Herr Harald Schäfer Amt für Umwelt und Grün und Ratsherr Bruno Sagurna SPD Mitglied im Ausschuss für Umwelt und Grünflächen, begrüßt.

Der Vorsitzende bedankte sich beim Verein Kgv Sonnenschein für die Vorbereitung und Bereitstellung des Vereinsheims. Der Vorsitzende des Kgv Sonnenschein, Herr Näsemann hieß die Mitgliederversammlung in der Anlage willkommen und stellt kurz den Verein vor.

Herr von der Heydt dankte dem Verband und den Vereinen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen der erforderlichen Sanierungen. Es müssten jetzt noch die beantragten Fördergelder vom Land NRW fließen.

Herr Sagurna wies darauf hin, das die Diskussionen zu den Planungen Duisburg 2027 zur Zeit geführt werden. Es ist noch nichts beschlossen. Die Umsetzung der Planungen muss am Ende von der Politik entschieden werden.

 

Versammlungspunkte

Der Geschäftsbericht und Kassenbericht 2012 war an alle Vereine verschickt worden. Gfrd. Diker erläuterte die Berichte und bat danach um Wortmeldungen. Der Kassenprüfer Detelf Stauf verlas den Bericht der Kassenprüfer für das Geschäftsjahr 2012 und beantragte die Entlastung des Vorstands. Die Delegierten erteilten einstimmig dem Vorstand die Entlastung.

Die nachfolgenden Tagesordnungspunkte Satzungsänderung und Aufwandsentschädigungen wurden von den Delegierten einstimmig beschlossen.

Der Wirtschaftsplan 2013 wurde mit einer Enthaltung beschlossen.

 

Ehrung und Verabschiedung vom Gfrd. Heinz Seemann

Herr Seemann wurde mit der Goldnadel Vollkranz des Landesverbandes Rheinland der Gartenfreunde für die Jahrzehnte lange Arbeit als Vorstandsmitglied des Vereins und des Verbandes geehrt. Herr Seemann hat sein Amt als Bezirksvertreter des Bezirkes G niedergelegt. Der Vorsitzende dankte Ihm für die geleistete Arbeit und verabschiedete Ihn mit einem Präsentkorb.

Leider hat sich keiner aus dem Bezirk für das Amt zur Verfügung gestellt. Das Amt ist vakant.

Es wurde Frau Rettig für die geleistet Arbeit mit einem Strauß Blumen gedankt.

Projekt Duisburg 2027

Bereits seit 2007 laufen die Vorgespräche und Workshops für die Planung 2027. Herr Eichholz, Herr Backhaus und H. Diker haben an diesen Treffen teilgenommen. Die daraus erarbeiteten Pläne wurden in den Stadtteilen vorgestellt. Da in Zukunft weniger Bürger in unserer Stadt leben werden, muss eine langfristige Planung dies berücksichtigen. Die Kgv Rheintreue und Am Wasserturm wurden für den Bau von Häusern bereits überplant. Nach Bekanntwerden der ersten Pläne hat sich der Verband an den Oberbürgermeister Link gewandt. Er wurde gebeten uns mitzuteilen, welchen Kleingartenanlagen betroffen sein könnten. Für diese Vereine ist es in Zukunft sehr schwer, freie Parzellen zu vergeben, solang der Erhalt der Anlagen fraglich ist. Der Flächennutzungsplan wird durch die Politik zum Bebauungsplan. Im Grünordungs- und Freiraumentwicklungskonzept (GFK) der Stadt Duisburg wird auf die Bedeutung der Kleingartenanlagen im Stadtgebiet hingewiesen. Es sollen keine neuen Anlagen entstehen, aber die bestehenden gehalten werden. Es gibt keine optionalen Ausgleichsflächen im Stadtgebiet. Bei den Planungen für Duisburg 2027 wurde die Kgv Schmidthorst-Neumühl mit einen Gewerbegebiet überplant. Durch die Anlage geht ein 10 Meter breiter Streifen, in dem noch in Betrieb befindliche Pipelinen liegen. Es dürfen keine Bäume, Gewächshäuser etc. auf dem Streifen sein. Dies wird wöchentlich per Helikopter überflogen und kontrolliert. Die angrenzende Brachfläche wurde jedoch bei der Planung nicht berücksichtigt.

Bei der Planung wurden weder soziale Aspekte noch die Umfelder berücksichtigt. Die Anlagen haben in den Stadtteilen auch eine Bedeutung für die Integration bei der Vielzahl verschiedener Nationalitäten.

Nicht nur als Kleingärtner, sondern auch als Bürger dieser Stadt sollte man in den Bezirken an den Vorstellungsterminen teilnehmen.

Herr von der Heydt wies auf das Grünordungs- und Freiraumentwicklungskonzept (GFK) hin. In diesem Konzept wurden als spezielle, öffentliche Grünfläche die Kleingartenanlagen aufgeführt. Der Entwurf der Planungen 2027 wird z. Z. diskutiert. Die Politik benötigt Argumente und Fakten. Der Schrecken, den die Vorstellung der Planung hervorgerufen hat, sollte konstruktiv genutzt werden, um eigene Entwicklungspläne zu entwickeln.

Der Vorsitzende hat darauf verwiesen, dass die Abfrage der Altersstruktur von den Vereinen keinen großen Rücklauf hatte. Es können keine Pläne entwickelt werden, wenn die Fakten als Grundlagen nicht vorliegen. Die Grundlagen müssen von den Vereinen geliefert werden.

Die von den Vereinen Rheintreue und Am Wasserturm gewünschte Änderung der Planungen kann nicht kurzfristig erwartet werden. Dieses wäre zwar für die Planungssicherheit wichtig, kann aber erst in Zukunft erfolgen. Die Vereine wollen in den Workshops nicht nur durch Kleingärtner sondern auch durch die Bürger der Stadtteile Einfluss nehmen.

Die Frage nach der Laufzeit der Pachtverträge wurde gestellt. Der Generalpachtvertrag ist nicht zeitlich begrenzt, kann aber auch geändert werden.

 

Wahlen

Ein neuer Kassenprüfer musste gewählt werden. Frau Waltraud Häusler vom Kgv Wambachsee  stellte  sich zur Verfügung.

Sie wurde einstimmig gewählt und nahm die Wahl an.

Unter Verschiedenes wurde den Delegierten einige Informationen unterbreitet.

 

Da keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, beendete der Verbandsvorsitzende

Turgay Diker um 20.35 Uhr die Versammlung.

Fotos: N. Kirkhouse